Heute gibt es Spezial-Nähwissen. Wusstest Du, dass es besondere Maßbänder gibt? Das letzte habe ich selbst erst vor Kurzem entdeckt.
Spezialmaßband Nummer 1: Das Taillenmaßband

Das Taillenmaßband hat am Anfang einen kleinen Haken. Von Zentimeter 59 bis Zentimeter 120 hat es Löcher, in die man den Haken einhängen kann. Wie der Name sagt, nutzt man es, um die Taille zu messen.
»Hä? Warum braucht man dazu ein spezielles Maßband?«, fragst Du jetzt vielleicht. Und es stimmt: man braucht es nicht unbedingt.
Aber das coole daran ist, dass das Maßband von selbst hält, ohne dass man es festhalten muss. Dadurch dient es als Fixpunkt für andere Maße.
Zum Beispiel kannst Du vom Halswirbel bis zur Unterkante Taillenmaßband die Rückenlänge messen. Oder vom Taillenmaßband zum Boden die Seitenlänge etc.
Mein Taillenmaßband ist an den Rändern schon etwas fransig geworden. Daran kannst Du sehen, dass ich es oft benutze!
Spezialmaßband Nummer 2: Das Lotmaßband

Das Lotmaßband hat ein Gewicht am Ende. Es kann am Boden stehen.
Das ist superpraktisch, wenn Du zum Beispiel die Seitenlänge messen willst.
Oder die Körpergröße: Du stellst Dich an die Wand, machst eine Markierung, wo Dein Scheitel ist -oder lässt sie machen 🙂 - und kannst dann, ganz ohne Bücken(!) das Maß an der Markierung ablesen.
Spezialmaßband Nummer 3: Das Schritt-Maßband

Das Schrittmaßband hat eine Verstärkung über die ersten 10 Zentimeter. In der Schneiderei wird es dafür benutzt, die Schrittlänge (also die innere Beinnaht) zu messen. Man kann das Maßband bis zum Anschlag schieben, ohne dass man die zu vermessende Person an unangenehmen Stellen berühren muss.
Zugegeben, das ist wirklich ein Spezialfall und für den Hausgebrauch eher nicht nötig.
Spezialmaßband Nummer 4: Das Mieder-Maßband

Das Miedermaßband habe ich kürzlich beim Stöbern in einem Onlineshop entdeckt. Ich war neugierig, ob das wirklich funktioniert!
Das Maßband hat zwei Seiten. Mit einer Seite misst man die Unterbrustweite:

Die Maße sind in 5er-Schritten zusammengefasst, und je nachdem wo man landet, erhält man den ersten Wert der BH-Größe.
Ich lande genau zwischen 75 und 80. Na bravo.

Im zweiten Schritt nimmt man die zweite Seite des Maßbands und misst den Brustumfang über die weiteste Stelle der Brust.
Je nach zuvor gemessener Unterbrustweite erhält man die BH-Größe.
Mein Ergebnis: Bei der Unterbrustweite 75 oder 80. Beim Brustumfang landete ich bei 80E oder 75G. Und was soll ich sagen: Meine Größe ist 75 G! Es hat also gestimmt!
Trotzdem verstehe ich das Maßband noch nicht so ganz. Die Kreuzgröße zu 75G wäre eigentlich 80F und nicht 80E.
Da muss ich mich mal mit meiner BH-Expertin unterhalten, wenn ich sie wieder treffe 🙂
À propos Messen: Hast Du Dir meine die Maßkarte schon heruntergeladen?
Und falls Du Dein BH-Wissen testen möchtest, habe ich noch was für Dich:
Viel Spaß!

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